05 Okt 2015
Oktober 5, 2015

Über YIN YOGA

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Unser Alltag ist meistens YANG orientiert. Wir arbeiten viele Stunden am Tag, sind auf Leistung und Aktivität aus, bleiben viel zu lange wach usw.. Das Streben nach Balance im Leben taucht meistens nur in Form von… „ich brauch Urlaub“ auf. Das bringt den tiefen Wunsch nach Ruhe und Ausgleich zum Ausdruck. Aber Urlaub dauert nur eine kurze Zeit,… und dann?

Wir reagieren oft zu spät nämlich dann, wenn nach einer langen YANG exzessiven Zeit der Körper mit einem YIN-Defizit antwortet und sich gesundheitliche Beeinträchtigungen zeigen, wie z. B. Herzinfarkt, Burn-Out-Syndrom oder Depression, dann… wenn wir uns körperlich oder seelisch am Ende fühlen. Die Lebensernergien streben aber immer nach Ausgleich und zwingen uns damit zur Ruhe.

Bevor es aber soweit ist, arbeite lieber freiwillig und rechtzeitig am Ausgleich dieser Kräfte in dir. Das hat auch eine positive Auswirkung auf deinen mentalen Zustand.

Unser westlicher Lebensstil mit seinen Time-Management Systemen, Kalender auf Smartphones, mit E-Mails und WhatsApp, hat uns weder mehr Zeit und auch kein bisschen Entspannung gebracht. Wir sind so dick und frustriert wie kaum eine Generation davor. Wir hetzten durch den Alltag und verbringen abends viele Stunden vor dem Fernseher, PC, dem Tablet oder Smartphone. Aber tatsächlich führt dieser ständige geistige Input in unserem Körpersystem zu einer Entfremdung von uns selbst, von Körper und Geist. All das geschieht „täglich“ und ist gesellschaftlich akzeptiert.

Der Körper befindet sich dabei in der Regel in völliger Bewegungslosigkeit, während das Gehirn auf Hochtouren arbeitet. Das Körpersystem gerät immer weiter aus der Balance. Diese ständige Ungleichgewicht führt zu Krankheiten und einem fremdbestimmten Leben. Als Ausgleich zu dem nach außen gerichteten Lebensstil empfiehlt sich eine Praxis, bei der man sich „zu sich hin“ bewegt, statt sich immer weiter von sich selbst zu entfremden.

In Anlehnung an das Buch „Faszientraining“ mit Yin Yoga
ISBN 978-3-7787-8248-4, von Dirk Bennewitz und Andrea Kubasch